Oma’s Zwetschgenkuchen mit Grieß

written by Sandra 3. Oktober 2017
Oma’s Zwetschgenkuchen mit Grieß

Was meint ihr wer die beste Oma der Welt hatte? Ich natürlich 😉 Vor ein paar Tagen jährte sich ihr Todestag zum zweiten Mal und es fällt mir noch immer sehr schwer damit zu leben, denn meine Oma und ich hatten wirklich viele Gemeinsamkeiten. Insbesondere die Liebe zum Kochen und zum Essen verbindete uns. Außerdem war meine Oma wirklich der lebensfrohste Mensch, den ich bisher kannte. Immer auf der Suche nach dem alltäglichen Abenteuer und Kontakt zu anderen Menschen. Reden konnte sie besonders gut. Es war einfach immer lustig mit ihr.

Das Rezept von diesem leckeren Zwetschenkuchen hat sie mir 3 Wochen vor ihrem Tod beigebracht – alles nach Gefühl versteht sich. Daher habe ich nach Gefühl die Zutaten eingekauft um den Kuchen zumindest einmal mit ihr zu backen. Leider ging es ihr an dem vereinbarten Tag so schlecht, dass ich den Kuchen alleine backen musste. Natürlich habe ich es trotzdem versucht aber ich bin kläglich gescheitert. Meinen ersten Versuch habe ich meiner Oma zum Probieren gegeben und sie sagte mir was falsch gelaufen war.

Zu ihrem ersten Todestag im letzten Jahr habe ich es dann erneut probiert, denn ich wollte das Rezept unbedingt hier auf dem Blog veröffentlichen. Mit ihren damaligen Tipps ist es mir tatsächlich gelungen – der Zwetschgenkuchen war fast so gut wie bei Oma. Das Besondere daran ist der Grießbrei. Ich könnte mich reinlegen, so lecker ist er.

Zwetschgenkuchen mit Grieß

Zwetschgenkuchen mit Grieß

Ich habe immer wieder angefangen den Beitrag zu schreiben aber es ist mir einfach zu schwer gefallen. Auch wenn meine Oma fast 85 Jahre alt war und sie mich 28 Jahre begleitet hat, ist es schwer einen so lieben Menschen gehen zu lassen. Mir jagt es noch regelmäßig die Tränen in die Augen bei dem Gedanken sie nicht mehr bei mir zu haben. Aber das Kochen verbindet uns und ich weiß sie wäre unheimlich stolz hier ihr Rezept zu lesen und zu sehen mit welcher Leidenschaft ich über Essen schreibe.

In diesem Sinne liebe Oma hoffe ich, dass das hier in deinem Interesse ist, wenngleich ich natürlich Maßangaben hinzufügen musste. Das mit dem Gefühl kann nicht jeder so wie du – insbesondere nicht wenn es ums Backen geht.

 

Ein Kuchen – viele Variationen

Dieses Rezept könnt ihr im Übrigen auch gut variieren. Denn der Kuchen schmeckt nicht nur im Herbst mit Zwetschgen, sondern er lässt sich auch gern mit anderen Früchtchen ein. Wie wäre es zum Beispiel mit Aprikosen? Oder doch Kirschen oder Himbeeren? Wie immer geht das Rezept auch ganz vegan. Nehmt anstelle der Milch eine Kokosmilch für den Grießbrei bzw. Wasser für den Hefeteig und für die Butter gibt es auch reichlich vegane Alternativen.

Ich freue mich wie immer wenn ihr mir von euren Variationen hier oder auf Instagram berichtet.

 

Oma's Zwetschgenkuchen mit Gries

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Portionen: 12 Zubereitung: 1 Stunde Garzeit: 30 Minuten (zzgl. 30 Minuten Gehzeit für den Hefeteig)

Zutaten

  • Für den Hefeteig:
  • 450g Dinkelmehl (Typ 630)
  • 3 EL Zucker
  • eine Prise Salz
  • 350ml Milch
  • 100g Butter
  • 1 Würfel frische Hefe
  • 2 Eier
  •  
  • Für den Grießbrei
  • 1l Milch
  • 140g Dinkelgrieß
  • 2 Eier
  • 30g Butter
  • 4 EL Rohrrohrzucker
  • 1 Msp. Vanille
  •  
  • sowie 1 kg Zwetschgen

So geht's

  1. Hefeteig herstellen (ich mache das ohne Vorteig): Milch leicht erwärmen (max. lauwarm, da sonst die Hefe kaputt geht). Hefe und Butter in die Milch bröseln und so lange umrühren bis sich beide Zutaten aufgelöst haben.
  2. Nun das Mehl, den Zucker sowie eine Prise Salz in eine große Schüssel geben und eine kleine Mulde in der Mitte machen.
  3. Die Milchmischung zusammen mit den Eiern in die Mulde geben und nun lansam mit den Knethaken des Mixers verrühren, dabei immer etwas Mehl vom Rand dazunehmen, sodass ein zähflüssiger Teig entsteht, der nur noch leicht am Rand kleben bleibt.
  4. Den Teig nun über ein warmes Wasserbad stellen und zugedeckt mit einem feuchten Küchentuch 30-60 Minuten gehen lassen.
  5. In der Zwischenzeit können nun die Zwetschgen gewaschen und geviertelt werden.
  6. Anschließend wird der Grießbrei gekocht. Zunächst Grieß, Vanille und Zucker in einem Schälchen mischen und zur Seite stellen. Anschließend die Milch zum köcheln bringen und die Grießmischung unter ständigem Rühren mit einem Schneebesen unter die Milch mischen bis der Grieß vollständig aufgequollen ist. Einmal kurz aufköcheln lassen und vom Herd nehmen.
  7. Eier trennen und zunächst das Eigelb und anschlißend die Butter unter den Grießbrei rühren. Eischnee aufschlagen und ebenfalls vorsichtig unterheben.
  8. In der Zwischenzeit sollte der Teig fast auf das doppelte gewachsen sein. Jetzt könnt ihr entweder ein Backblech oder eine große Auflaufform (30×20 wenn man den Kuchen lieber etwas dicker und nicht so flach wie auf dem Backblech mag) einfetten und den Teig darauf geben. Mein Hefeteig ist bei Kuchen immer noch etwas klebrig. Das macht aber nichts, denn er wird so herrlich fluffig.
  9. Nun die Zwetschgen auf dem Teig verteilen (hier dürft ihr recht großzügig sein – je fruchtiger desto besser) und den Grießbrei darüber geben. Damit der Kuchen schön gerade ist, gehe ich immer nochmal mit einem Tortenspachtel drüber und ziehe den Brei glatt.
  10. Noch mit etwas Zimt und Zucker bestreuen und ab in den Ofen. Der Kuchen braucht bei 200 Grad Ober-/Unterhitze ca. 30-45 Minuten.

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