Clean Eating

Clean Eating – was verbirgt sich hinter diesem Trend und Hashtag-Wunder?

Beim Clean Eating geht es um eine natürliche, vollwertige Ernährung, bei der die eigene Zubereitung des Essens im Vordergrund steht und auf stark verarbeitete oder industriell hergestellte Lebensmittel verzichtet wird.

Das Konzept stammt aus den USA und ich lernte es 2012 durch das Buch „The Eat-Clean Diet Recharged!“ von Tosca Reno kennen, als ich unter meinen zehnjährigen Leidensweg mit sinnlosen Diäten einen Schlussstrich setzten wollte. Ich war es satt immer wieder zu verzichten und innerhalb kurzer Zeit viele Kilos zu verlieren, die ich mir dann Stück für Stück wieder anfraß. Es musste eine langfristige Ernährungsumstellung her, die nachhaltig und umsetzbar war und nicht zu Heißhungerattacken führte. Und um das vorwegzunehmen: es hat tatsächlich Schritt für Schritt funktioniert – meine überflüssigen Kilos purzelten zwar langsam, aber wie von selbst.

Durch das Clean Eating lernte ich viele gesunde und tolle Lebensmittel kennen, mein Geschmack wurde sensibler und intensiver und meine Küche vielfältiger. Denn beim Clean Eating sind Geschmacksverstärker, Farb-, Aroma- und Konservierungsstoffe tabu. Auch raffinierter Zucker und Weißmehl gehören nicht auf den Speiseplan, da sie nährstoffarme Kalorienbomben sind.

Stattdessen gibt es Gemüse und Hülsenfrüchte im Überfluss sowie Vollkornprodukte, Obst und gesunde, hochwertige Fette und Öle, die den Körper mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren versorgen. Natürlich sind auch Fleisch, Fisch und Tofu erlaubt.

Der Ersatz des ehemals heiß-geliebten Zuckers durch natürliche Süßungsmittel wie Honig, Dattelsüße oder Kokosblütenzucker war für mich persönlich die größte Umstellung. Wenn ich heute allerdings zu industriellen Süßigkeiten oder Backwaren greife, merke ich schnell den Unterschied. Denn alles ist plötzlich nur noch papp-süß, weshalb ich schon nach den ersten Wochen problemlos darauf verzichten konnte.

Auch Salz und Alkohol sollte man nach den Clean Eating Prinzipien nur in Maßen genießen, da sie wie Zucker ein Suchtmittel sind und mit einer gesunden Ernährung auf Kriegsfuß stehen. Aber gegen ein Glas Wein hier oder da wird keiner was sagen und mit dem Salz wird es euch ähnlich gehen wie mit dem Zucker. Heute würde ich meine Gerichte von früher wohl nur noch unter Zwang essen können, da ich sie als versalzen empfinden würde.

Ein letzter wichtiger Bestandteil des Clean Eating Konzepts besteht darin, den Blutzuckerspiegel auf konstantem Level zu halten, sodass euch keine Heißhungerattacken aufsuchen. Hierzu sind neben den drei Hauptmahlzeiten auch zwei bis drei kleine Snacks vorgesehen. Diese sind aber kein Muss. Hört auf euer natürliches Hungergefühl.

Wie erkennt man nun ob ein Lebensmittel „clean“ ist? Das Studieren der Zutatenliste ist ab sofort das A und O beim Einkaufen, um das Clean Eating Konzept richtig umzusetzen. Hier könnt ihr euch als Faustregel merken: wenn Zutaten oder Zusatzstoffe enthalten sind, deren Namen ihr nicht aussprechen könnt, solltet ihr die Finger davon lassen. Ich persönlich kaufe überwiegend Bio-Lebensmittel, da statt der 316 zulässigen Zusatzstoffe nur 49 zugelassen sind.

Neben den nicht aussprechbaren Zutaten sollten eure Lebensmittel des Weiteren auch nicht mehr als fünf Zutaten beinhalten. Am besten ist es, zu natürlichen Lebensmitteln wie Obst, Gemüse oder Hülsenfrüchten zu greifen und diese selbst zu verarbeiten.

Viele von euch werden jetzt argumentieren, dass Sie keine Zeit zum Kochen haben, aber mit etwas Planung funktioniert auch das. Ich selbst arbeite Vollzeit, blogge und treibe regelmäßig Sport und treffe Freunde. Nahezu alle meiner Rezepte sind daher superschnell zubereitet und zu 80% „clean“. Denn auch das ist wichtig: Clean Eating soll kein Zwang sein, sondern Spaß machen. Wenn ihr mal ein Stück Kuchen essen wollt oder hier und da ein Gericht mit Käse gratiniert, dann macht das. Denn nur so bleibt ihr am Ball.

Hier habt ihr alle wichtigen Punkte zusammengefasst:

Clean Eating Regeln